Eine Phantasiereise vom kleinen Igel (Klang- und Entspannungsgeschichte).

Nimm dir eine kuschelige Unterlage und lege dich bequem auf den Boden. Es ist schon Herbst und der kleine Igel mit dem Namen “Knopfauge” und seine Eltern und Geschwister legen sich wie jedes Jahr in ihr Nest zum Winterschlaf. Knopfauge und seine Familie machen es sich richtig bequem in ihren Nestern.

(Instrumente erklingen ruhig und im Hintergrund: eine Kalimba, eine Gitarre oder ein Xylophon).



Ein leiser Wind streicht über Knopfauges Stacheln (Windgeräusche, z.B eine Trommel streicheln).

Ab und zu fällt ein Blatt vom Baum herab auf seine Nase (Rascheln).

Dann muss er niesen! (Hatschi!).

Knopfauge liegt in seinem Nest und kuschelt sich bequem hinein. Er schließt die Augen. Mit geschlossenen Augen hört er besonders gut, wie es in seiner Umgebung klingt. 

(Eine Weile leise ein Stück Vorspielen, z.B ein Satz von der Vier Jahreszeiten von A. Vivaldi (Herbst, Min. 21:01).

https://m.youtube.com/watch?t=1075s&v=zzE-kVadtNw

(Weiter lesen mit der Musik im Hintergrund).

 Seine Arme und Beine fühlen sich ganz warm an. Diese Wärme ist sehr angenehm. Er genießt es, so zu liegen und nichts tun zu müssen. Gar nichts zu tun.

Er hört die sanften Klänge seiner Umgebung. Er lauscht und freut sich darüber, wie schön sich das anhört. 

Er träumt ein wenig. Er träumt von den Vögeln, die noch vor kurzen so laut gesungen haben. Und er träumt von der großen Wiese, auf der er so gerne spazierengeht. 

Hmmmm….” denkt Knopfauge. “Es ist aber auch ein kleines bißchen langweilig, so gar nichts zu tun. Vielleicht verpasse ich ja was! 

Der Hund aus dem Dorf hatte erzählt, dass es so toll ist, im Winter im Schnee zu toben. Und die Katze hat erzählt, dass sie letzten Winter sogar Schlitten gefahren ist. Ich war noch nie Schlittenfahren!

Der kleine Igel ist traurig. “Vielleicht sollte ich einfach wachbleiben. Ich möchte so gerne mal durch den Schnee stapfen.

Inzwischen sind seine Eltern und Geschwister eingeschlafen, er hört ganz leise Atemgeräusche (Atemgeräusche nachmachen). 

Knopfauge überlegt: “Wenn ich doch nur mit der Katze und dem Hund Schlitten fahren könnte, das wäre so schön!” Er dreht sich ein wenig und fühlt, wie angenehm warm und schwer sein Körper auf dem Boden liegt.

Die Kinder können das auch machen:

 Er räkelt sich.

Er streckt langsam die Arme und Beine aus.

Erst den einen Arm, dann den anderen Arm. Er streckt das eine Bein und dann das andere Bein.

Knopfauge macht die Augen auf. “Puh, ist das hell“, sagt er. Er schaut sich um. Kein Schnee. Immernoch Herbst.

Am Eingang des Igelnestes sieht er eine Gestalt. “Ach, das ist ja Oma-Igel. Schläfst du noch gar nicht, Oma?

“Ja, ich bin das!” sagt Oma-Igel. “Ich wollte gerade ins Nest gehen. Aber warum bist du denn noch wach, Knopfauge? Wir Igel brauchen unseren Winterschlaf, da wir sonst nicht genug Futter finden. Du solltest wirklich schlafen.”

“Ich würde so gerne mal Schlittenfahren“, antwortet Knopfauge. “Ich habe noch nie den Schnee gesehen.” 

Ach, kleiner Knopfauge“, sagt Oma Igel. “Schnee gibt es manchmal noch im März. Und dann komme ich mit zum Schlittenfahren!”

Knopfauge lacht. Aber bis zum März schlafen und dann hoffen, dass es nochmal schneit? 

Knopfauge überlegt. “Nein, dass ist doof. Wenn ich doch nur früher aufwachen könnte!” 

Da kommt ihm eine Idee. Er springt hoch und flitzt ganz schnell zu dem Hund aus dem Dorf. 

(Die Kinder stehen auf und flitzen durch den Raum, dazu evt. Trommeln oder lauteres Instrumentenspiel).

Beim Hund angekommen, bittet er ihn darum, ihn schon im Januar oder im Februar zu wecken, wenn es draußen richtig schneit.

Der Hund willigt ein. Schließlich ist der Igel ja sein Freund.

Der Igel flitzt zurück. 

Er legt sich wieder in sein noch warmes Nest und freut sich schon auf die Schlittenfahrt. Wie schön das wird! 

Noch während er darüber nachdenkt, schläft der kleine Igel ein.

Glaubst du, er wacht rechtzeitig auf?

(Weiter das Stück von A. Vivaldi vorspielen lassen, diesmal den Winter: Min. 32:05).

Geschichte: Bianca Schröder

Musikalische Begleitung und Bild: Zoryana Antonyak


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